Der Ruf nach Whatsapp–Alternativen wächst

Nach der sieben Milliarden Übernahme von Whatsapp durch Facebook, vielen Servern-Ausfällen wie auch diesen Mittwoch und das Thema Datenschutz, wächst bei vielen Benutzern und Kritikern der Unmut über den Instant-Messaging-Giganten. In sozialen Netzwerken äußert sich dieser Unmut in Form von Spott und Hohn, wobei sich einige Konkurrenzprodukte über wachsende Beliebtheit freuen dürfen. So kommen zu den Altbewerten Instant-Messaging-Diensten neue Trends hinzu:

Viber: Größster Whatsapp-Konkurrent

photo 2014 04 04 17 13 18 209x300 Der Ruf nach Whatsapp–Alternativen wächstMit Viber können Nutzer zu anderen Viber-Nutzern kostenlos über das Internet telefonieren (Voice-over-IP) und Nachrichten verschicken. Zudem lassen sich untereinander Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Smileys, Sticker, eigene Skizzen und Standortdaten senden. Weitere Features, die Viber bietet, ist ein Desktop–Version und ein breites Spektrum an Betriebssystemen. Es unterstützt Windows, Mac OS, Linux, Android, IOS, bada und auch Windows Phone ab der Version (7.5) Mango.  Negative Aspekte sind, dass die Internettelefonie nur über gutem UMTS- oder WLAN–Empfang funktioniert. So kann die Gesprächs- und Videoqualität (bei den Desktopversionen in der beta-phase) variieren. Zudem zieht Viber sehr viel Ladekapazität bei der Nutzung auf mobilen Geräten.

Skype: Altbewerte und bekannte Videotelefonie

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Microsofts Instant-Messenger-Dienst bietet nicht nur kostenlose Videotelefonie an, sondern ist auch ein nützlicher Messenger auf allen mobilen Geräten, Betriebssystemen sowie auf der Playstation Vita und Skype-fähigen Fernseher. So lassen sich beispielsweise Bilder, Videonachrichten, Sprachanrufe und Statusmitteilungen wie bei Whatsapp zwischen den verschiedenen Plattformen verschicken und teilen. Auch bietet Skype seinen Nutzern die Möglichkeit mit dem Skype-Guthaben zu mobilen und Festnummern zu telefonieren und SMS zu verschicken. Negativ bemerkbar macht sich hier Microsofts Datenschutzpolitik. Skype bietet kaum Sicherheitseinstellungen und Privatsphäre, wie die Funktion seinen letzten Online-Status zu verbergen.

Kik-Messenger: Starmagnet und starke USA -Bekanntheit

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Der einzige Messenger in dieser Hitliste, der neben den Funktionen Bilder, Videos und Sprachnachrichten verschicken, auch einen integrierten Browser besitzt. Ansonsten bringt Kik noch einen eigenen Player für das Abspielen von Youtube Videos mit sich. Dank personalisierter Benutzernamen erfreut sich Kik-Messenger aber über viele amerikanischer Serien-Celebrities. Hinzu kommt, dass keine Kontaktdaten aus dem Adressbuch abgefragt werden und man störende Benutzer unter der Option Datenschutz speeren kann. Insgesamt profitiert diese Alternative von einer einfachen und benutzerfreundlichen Benutzeroberfläche. KiK-Messenger ist für die Plattformen IOS, Android, Windows Phone, Symbian und Blackberry erhältlich.

Google-Hangouts (früher Talk)

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Besonders anzumerken ist, dass Google eine große Anzahl von Diensten bietet, die garantiert, dass viele Kontakte über Google-Konto wie Google Mail oder Youtube verfügen. So können Benutzer Videotelefonie führen, Nachrichten, Bilder und Standortdaten verschicken. Positiv ist auch, dass Google die Chatverläufe wie beim Facebook-Messenger synchronisiert. Sei aber wieder vom Datenschutz gesprochen, so gilt Google als Datensammler der modernen Marktforschung. Getreu dem Motto: langfristige Gewinnmaximierung funktioniert nur bei niedrigen Kosten, sammelt Google Daten für gezielte Werbung.

Hike: Wenig Zuspruch, da Datenkralle?

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Neben Chats mit anderen Benutzern, die sich mit der Handynummer anmelden müssen, profitiert ein Nutzer von der Funktion SMS an die Telefonkontakte zu schicken-zu indischen Nummern sogar kostenlos. Weiterhin im Programm sind Gruppen-Chats, Voice-Messaging, viele Sticker und Emoticons sowie das Verschicken von Fotos, Videos, Audiodateien, Standortdaten und Kontaktinfos und eine 128-bit SSL-Verschlüsselung, aber nur über WLAN. Zudem können Nutzer wie in Whatsapp ihren letzten Online-Status verstecken und ihren Status updaten, da Hike ähnlich, wie ein soziales Netzwerk mit Hauptaugenmerk auf seinem Messaging-Dienst läuft. Insgesamt bietet Hike sehr viele Funktion, dennoch bleibt unklar, welchen Weg die Daten aus dem Adressbuch machen. Sie gehen einerseits unverschlüsselt an den Server nach Indien oder werden anderseits zu anderen Zwecken verwendet.

Threema: Umständlich oder Verschlüsselungskünstler?

photo 2014 04 04 17 13 32 209x300 Der Ruf nach Whatsapp–Alternativen wächstThreema ist in dieser Bestenliste die einzige App, die Geld kostet. Bevor der Nutzer Threema benutzen kann, zahlt er wie in alten Zeiten als Whatsapp noch für 79 Cent im Apple–Store angeboten wurde, 1,60 Euro für die Android Version und 1,79 Euro für die Iphone-App. Was der Nutzer aber erhält, ist, ein personalisierter Account mit Schlüssel-Fingerabdruck, der beim Starten der App mit dem eigenen Finger konfiguriert wird, eine eigene Threema-ID und einen QR, um Kontaktdaten auszutauschen. Dies nennt Threema 256 Bit ECC-Verschlüsselung und soll der Messenger sicher wie die Schweizer Banken halten. Weitere Dienste, die der Messenger bietet, sind die üblichen Funktionen wie Gruppen-Chats, Bilder, Videos verschicken außer die Möglichkeit Sprachnachrichten zu verschicken. Negativ wiederum ist, dass Threema keine Statusmeldungen hat.

Telegram: Whatsapp-Charme mit extra Funktionen!

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Besonders innovativ schlägt das Open-Source-Projekt Telegram sich bei seinen Nutzern nieder. Ähnliche Oberfläche und Design wie Whatsapp sowie alle Funktionen, die Whatsapp auch hat, kann dieser Instant-Messaging-Dienst vorweisen. Bilder, Videos, Sprachnachrichten, aber auch Dateien lassen sich mit dem Messenger verschicken. Einerseits lassen sich ganz normale Chats und Gruppenchats führen, anderseits verfügt lassen sich Nachrichten mit einer Selbstlöschung und 256-AES-Standard-Verschlüsselung schützen. Diese Funktion ist aber nicht als Standardeinstellung eingerichtet, sondern muss manuell eingestellt werden. Nützlich ist außerdem die Funktion sein Telegramm-Konto mit mehreren Geräten zu verbinden. Telegramm ist kostenlos auf iOS und Android. Zudem bieter die Entwickler auf ihre Homepage Beta-Clients für Windows, Mac OS und Linux an. Einziges Manko ist, dass die App bei der Installation die Kontakte abruft und diese auf dem Anbieterserver speichert.

Fazit:

Persönlich gefallen mir die Messenger Kik und Telegram. Beide bieten alle Funktionen die Whatsapp auch besitzt. Zudem haben sie noch weitere Funktionen wie den integrierten Browser bei Kik oder die Funktion Telegram-Nachrichten auf dem PC mitzulesen. Von der Akkulaufzeit kann man sagen, dass beide Messenger kaum Ladekapazität ziehen und auch einfach zu bedienen sind. Außerdem öffnen sie sich schneller als Whatsapp. Ein weiteres Kaufargument ist, dass sie auf vielen Plattformen kostenlos erhältlich sind. Schade finde ich bei beiden Messengern aber, dass sie die Status-Funktion nicht besitzen.

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Christian Damm

Ich liebe Apple und iOS und interessiere mich seit meiner Kindheit für Technik, sei es vom Gameboy bis zur Highendspielekonsole.

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Es gibt 1Kommentar(e)

  1. 5th April 2014 | Max sagt: Antworten
    Ich bleibe bei Whatsapp, verstehe die ganze Aufregung nicht. Wir werden überwacht und ich habe mich mittlerweile damit abgefunden. Habe ja auch nix zu verbergen.

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