DyeTec, veredelte iPads im Test

Wer sein iPad oder iPhone etwas aufpeppen will, kann sich bei Dyetech die Appleprodukte veredeln lassen.

DyeTec war so freundlich mir zwei ihrer Geräte zukommen zu lassen damit ich sie mir genauer anschauen kann. Zum einen ein rot-goldenes iPad Air und zum anderen ein iPad mini in gold-rot. Während der Testphase konnte ich mir ein Bild vom Unternehmen und der Veredelung machen.

Design

Nachdem ihr auf DyeTecs Website unter dem Reiter Produkte ein passendes Applegerät ausgewählt habt, öffnet sich ein Editor in dem ihr euer eigenes, individuelles Design erstellen könnt. Bei über 20 Farben, die zur Auswahl stehen, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ihr könnt Gehäuse, Logo und Knöpfe in verschiedenen Farben auswählen. Positiv fällt auch auf, dass die Oberfläche des Editors einfach und intuitiv zu bedienen ist. Leider fehlt eine Option zur Auswahl einer optischen Oberfläche wie etwa metalic, glänzend oder matt. Das macht das amerikanische Vorbild colorware besser.

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iPad Air

Das zugesendete iPad Air hat eine Besonderheit, die es nochmal von den übrigen DyeTec Produkten abhebt: Das Apple Logo ist mit einer 24 Karat Echtgold Schicht überzogen. Allerdings erklärte DyeTec in einer Email, dass es sich bei dem Goldapfel um einen Prototyp handelt, der noch nicht marktreif ist. Das liegt daran, dass das weiche Gold noch zu anfällig für Kratzer ist. Die Herausforderung ist es eine Beschichtung über dem Gold zu entwickeln, die es resistenter und kratzfester machen. Außerdem hat Gold die negative Eigenschaft, dass es extrem anfällig für Fingerabdrücke ist. Im Umgang mit dem iPad ist regelmäßiges Putzen daher Pflicht.

Trotz dieser Nachteile hat mir das iPad Air sehr gut gefallen. Die rote Farbe ist intensiv, elegant und passt ideal zum Gold des Logos. Es ensteht ein deutlicher und angenehmer Kontrast, der den Betrachter fesselt und in Staunen versetzt. Die Reflexionen des Lichts im Gold sehen besonders edel und extravagant aus. Echtes Gold ist einfach ein faszinierendes Material und hebt sich gut von dem Rotton des Gehäuses hervor.

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iPad mini

Der erste Gedanke beim Anblick des iPad Mini war: Ironman. Ich bin mir nicht sicher ob es Absicht war oder nicht, aber auch andere Betrachter, die ich befragte assozierten das iPad mini mit Ironman. Obwohl mir die Rüstung von Ironman optisch gefällt, sieht der Ironman Look am iPad mini einfach billig und übertrieben aus. DyeTec hat hier zu dick aufgetragen und meinen persönlichen Geschmack verfehlt. Während beim iPad Air das Gold dezent und stilvoll eingesetzt wurde, ist der massive Goldeinsatz beim Mini zu viel des Guten und erreicht nur den gegenteiligen Effekt, den es anstrebt. Statt modern und edel wirkt es auf mich billig und unecht.

Man hätte ja zumindest das Logo in dem Bordeauxrot der Knöpfe gestalten können um einen Kontrast zu erwirken. Stattdessen sieht die Rückseite durch das Einheitsgold leer und langweilig aus. Da der durchschnittliche Apple Kunde sein Apfellogo mit stolz geschwellter Brust zeigt, ist es ein wenig schade, dass es so sehr unter dem restlichen Gold untergeht.

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Beschichtung

DyeTec nutzt zur Beschichtung der iPads einen chemischen Prozess, den man „Eloxieren“ nennt. Dieser ist nur auf das Aluminium der Geräte anwendbar. Im Gegensatz zu einer einfachen Lackierung bietet das Eloxieren eine Hand voll Vorteile. Zum einen ist die Farbe langlebig und gut haltbar. Sie blättert nicht ab, bleibt farbintensiv und nicht einmal bei groben Beschädigungen löst sich die Farbe. In dem chemischen Bad, dass die Alu-Teile überstehen dringt die Farbe tief in das Aluminium ein und ist deswegen so unempfindlich.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das eloxierte Produkt sehr viel robuster und resistenter ist. Im Vergleich zum Original ist die neue Schicht dreimal so dick. Daher kann man sich eine Hülle zum Schutz vor Kratzern sparen.

Für die Kunststoffteile wird eine spezielle 2K-Versiegelung angewendet, die die Teile farblich mit dem Eloxal abstimmt.

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Fazit

Die Veredelung bringt ein charakteristisches und markantes Aussehen für die geliebten Appleprodukte. Ständig wird man gefragt wo man das iPad her hat und ob es ein Prototyp eines neuen Produktes von Apple ist. Das kann je nach Charaktertyp nerven oder erfreuen. Manche Menschen mögen es im Mittelpunkt zu stehen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, andere nicht.

Dank des zusätzlichen Service das Apple Logo durch ein eigenes zu ersetzen, bietet DyeTec auch für Unternehmen eine interessante Option. Es macht durchaus Eindruck beim Kunden, wenn das Personal mit iPads in Firmenfarbe und Firmenlogo ausgestattet ist.

Für den durchschnittlichen Endverbraucher wie mich und dich wird DyeTec allerdings wahrscheinlich nur eine schöne Vorstellung bleiben. Immerhin kostet eine Veredelung zwischen 250-600 Euro und liegt damit außerhalb des Budgets der meisten Menschen. Es ist schon ein stolzer Preis für eine Dienstleistung, die für mich unter die Kategorie Zubehör fällt. Außerdem sollte man bedenken, dass man den Garantieanspruch von Apple verliert, wenn das Gerät veredelt wird. Wer trotzdem direkt überzeugt ist, darf natürlich bedenkenlos zugreifen.

Dyetec ist ein innovatives und seriöses Unternehmen, das eine Marktlücke in Deutschland entdeckt hat und jetzt schon eine wichtige Rolle in der Applewelt eingenommen hat.

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Videoeindrücke

Wer noch immer nicht genug hat, der ist gerne noch dazu eingeladen das passende Video von mir anzuschauen:

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Alexander Horst

Redakteur bei TechAttack

Ich schwärme für Android und kann mich nicht zwischen OSX und Windows entscheiden. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Fotografie, Webdesign und der Videoproduktion.

Es gibt 3Kommentar(e)

  1. 20th Januar 2014 | Maxi sagt: Antworten
    Das iPad Air sieht hammer aus!
  2. 20th Januar 2014 | jan sagt: Antworten
    Wie kann man überteuerten Müll noch überteuerter machen?
    • 20th Januar 2014 | Cäptn Cook sagt: Antworten
      Wie kann man unnötige Kommentare noch unnötiger machen?

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