Kickstarter: SCio soll die Welt erklären

„Your sixth Sense“ lautet der Slogan von Consumer Physics, einem Start-Up-unternehem aus Israel, mit dem sie ihren SCio-Spektrometer bewirbt. Hinter den Funktionen stecken unter anderem die Möglichkeit Objekte auf molekularer Ebene zu scannen sowie zu den gescannten Objekte mittels einer App auf dem Handy Informationen abzurufen.

SCio: komplizierte Physik und Chemie im USB Formateb05bf58192b4aa3a1abf4f380b61cab large 300x79 Kickstarter: SCio soll die Welt erklären

Das Prinzip hinter dem Spektrometer sind die Molekülschwingungen. Das Gerät soll hierfür elektromagnetische Strahlung in die zu scannenden Objekte senden, um deren Atome in Schwingungen zu setzen. Dabei wirken sich die Lichtsignale in Form von Nahinfrarotstrahlen jeweils unterschiedlich auf die verschiedenen Objekte aus, da die Bindungen zwischen den Molekülen mehr oder weniger elastisch sind. Dementsprechend lassen sich anhand von dem reflektierenden Licht die Dichte und Zusammensetzung der bestrahlten Objektes bestimmen.

Mittels einer App, die es für Iphone ab der Generation 4S, dem Ipad ab der dritten Generation und allen Android Geräten ab der Ausstattung Bluetooth 4.0 LE, also Android 4.3 oder später, geben soll, können Nutzer die Informationen abrufen. Hierfür greift das Smartphone auf einen Cloudserver zurück, der die gesendeten Daten auswertet und diese zurück an die App sendet.

Langer Weg bis zur Marktreife04b57949bfc1b49170b3953632f75781 large 300x131 Kickstarter: SCio soll die Welt erklären

Ziel der Unternehmens ist es, die Kosten für den Nutzer möglichst gering zu halten und eine Massenproduktion aufzubauen. Normalerweise liegen die Kosten der Nahinfrarotspektrometer im vierstelligen Bereich, haben die Größe eines Laptops und werden meist für Lebensmittelkontrollen und die Kontrolle von Hirnaktivitäten genutzt. Dieses Problem musste  das Team um Consumer Physics lösen. Und so gelang es ihnen, den kleinsten Spektrometer mit ständig erweiterter Datenbank und Open-Data-Gedanken zubauen. Weitere Probleme und die momentane Schwachstelle des Systems ist noch der Cloudserver. Dieser kann nur Daten auswerten, die auf dem Server gespeichert sind. Falls ein Objekt nicht in der Datenbank vorhanden ist, erhält der Nutzer auch keine Antwort und Lösung zum gescannten Objekt. Problematisch wurde auch die Finanzierung des Projektes angesehen. So mussten beispielsweise Sponsoren und Anleger gefunden werden.

Kickstarter: Geldsegen und Lösung des Problems688d10cac87e1d53a214f049f0b6dbd8 large 300x111 Kickstarter: SCio soll die Welt erklären

Um nun die Serienfertigung zu finanzieren, starteten Consumer Physics eine Crowdfunding-Kampagne. Dank der Plattform Kickstarter konnten somit innerhalb weniger Wochen mehr als 1,1 Millionen US-Dollar durch verschiedene Geldgeber realisiert werden.  Vom ersten Prototypen bis zum letztendlichen SCio war es daher ein schwerer Weg. Die Preis für das Gerät und die App liegen zurzeit bei 399 US-Dollar. Die Spezifikationen beinhalten den nützlichen, handlichen SCio im USB-Format mit den Abmessungen 7,3 cm x 2,5 cm x 1,65 cm und dem Gewicht von 20 Gramm sowie die Funktion sein Smartphone mit Bluetooth 4.0 zu koppeln. Zudem verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von einer Woche und einen schnell aufladbaren Akku mit USB-micro-Anschluss. Auf dem unterem Link können Interessenten weiter für das Crowdfunding-Projekt spenden und Geld investieren.

 

Quelle: Kickstarter SCio

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Christian Damm

Ich liebe Apple und iOS und interessiere mich seit meiner Kindheit für Technik, sei es vom Gameboy bis zur Highendspielekonsole.

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