WiTricity arbeitet an kabelloser Elektrizität

Auf der Grundlage von Teslas Forschungsergebnissen, will die Firma WiTricity ein kabelloses Aufladen für unsere Alltagsgegenstände ermöglichen. Die Firma geht sogar einen Schritt weiter und träumt von einem ganzen Haus, dass auf diese Weise mit Strom versorgt wird.

„Wir werden Energie ganz ohne Kabel übertragen“, sagt Dr. Hall, Forschungsleiter bei WiTricity. Dabei demonstriert er der Presse, wie eine Glühbirne in seiner Hand leuchtet, ohne dass sie irgendwo angeschlossen ist.

Was wie eine bahnbrechende Erfindung wirkt, ist in Wirklichkeit schon über 100 Jahre alt. Der ursprüngliche Erfinder war nämlich Nicola Tesla. Ihm gelang es zum ersten Mal Elektrizität mit Hilfe von Magnetfeldern über die Luft zu übertragen.

Wie funktioniert das nun?

WiTricity hat einen Resonator entwickelt, der die Quelle der Elektrizität ist. Er besteht aus Kupferspulen, die ein magnetisches Feld aufbauen. Das erzeugte Magnetfeld ist laut Aussage von Dr. Hall absolut ungefährlich und ist vergleichbar mit dem Signal von WLAN Routern. Ein spezieller Empfänger, der in die gewünschten Elektro-Geräte eingebaut werden muss, kann das Magnetfeld nutzen, um Akkus aufzuladen.

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Das kabellose Haus der Zukunft

Dr. Hall hat eine klare Vision vor Augen. Er glaubt daran, dass die Häuser der Zukunft ganz auf Kabel verzichten können. Eine Voraussetzung für diese Vision wäre, dass alle Elektro Hersteller den Empfänger für die Technologie serienmäßig in ihre Geräte einbauen. Unter dieser Annahme könnte man den Resonator, der das Magnetfeld erzeugt, unbemerkt in die Wand einmauern. Das Signal wird sich ungehindert durch die Wände verbreiten und alle Elektrogeräte mit Strom versorgen.

Kritik an WiTricity

Obwohl es sich in der Theorie nach einer grandiosen Technologie anhört, habe ich einige Bedenken zu äußern.

Zu allererst glaube ich, dass es Interferenzen mit anderen kabellosen Technologien geben könnte. Da unser etabliertes WLAN dieselben Frequenzen wie WiTricity verwendet, könnten sich die beiden Signale gegenseitig schwächen und instabiler machen.

Als Nächstes ist in keiner Quelle etwas über die Effizienz der Übertragung gesagt worden. Was nutzt es uns, wenn es zwar Geräte aufladen kann, aber das fünffache an Strom dafür braucht. Wenn bei der Übertragung 80% des Stroms verloren gehen, ist diese Technologie unbrauchbar.

Hinzu kommt, dass die Reichweite des Magnetfelds abhängig von der Größe des Resonators ist, der an der Quelle sitzt. Wenn man den Resonator also kompakt halten möchte, ist man gezwungen sein Smartphone direkt neben die Quelle zu legen. Eine Limitation, die den Grundgedanken der Technologie zu Grunde macht.

Es ist also noch ein langer Weg, bis all diese Probleme überwunden sind und ein marktreifes Konzept auf den Beinen steht.

Quelle: CNN

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Alexander Horst

Redakteur bei TechAttack

Ich schwärme für Android und kann mich nicht zwischen OSX und Windows entscheiden. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit Fotografie, Webdesign und der Videoproduktion.

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